Lagerfertigung mit Silomaterial – Prozessfertigung

Bei diesem Umfangsbestandteil liegt der Schwerpunkt auf der Prozessfertigung, wobei die Parameter komplexer sind als beim Umfangsbestandteil "Lagerfertigung – Prozessfertigung auf Grundlage von Prozessauftrag" (BJ8). Er ermöglicht die Produktionsplanung in Lagerfertigungsszenarios mit Silomaterialien und Dummy-Baugruppen. Silomaterialien werden in der Regel in großen Silos oder Tanks gelagert. Die Silos werden als separate Lagerorte modelliert.

Der Prozess beginnt mit dem Anlegen einer Bedarfsprognose für Fertigerzeugnisse, die durch Planprimärbedarfe (PPBs) dargestellt wird. Basierend auf den Planprimärbedarfen wird in der Materialbedarfsplanung ein Produktionsplan für Fertigerzeugnisse, Halbfabrikate und Rohstoffe angelegt.

Der eigentliche Fertigungsprozess wird vollständig über die Umwandlung von Planaufträgen in Prozessaufträge, den direkten Materialausgang oder die retrograde Entnahme, die Rückmeldung von Vorgängen und die Buchung des Wareneingangs abgedeckt. Auftragsbasierte Soll- und Istkosten werden angelegt, um vollständig integrierte Material- und Wertschöpfungsketten zu gewährleisten.

Wichtige abgedeckte Prozessschritte

  • Verwendung der Planprimärbedarfsabwicklung
  • Verwendung von Materialbedarfsplanung und Bewertung der Bedarfs-/Bestandsliste
  • Anlegen von Prozessaufträgen, Materialbereitstellung, Auftragsbestätigung und Buchungen von Materialbewegungen für den Wareneingang und - ausgang in der Fertigungsauftragsabwicklung
  • Ausführen von Ausschussanalysen optional nach der Produktion

Vorteile

  • Unterstützung der Verwaltung der chargenorientierten Prozessfertigung mit Silomaterialien und Dummy-Baugruppen
  • Verwendung der auftragsbasierten Verwaltung von Soll- und Istkosten, um vollständig integrierte Material- und Wertschöpfungsketten zu gewährleisten